Inhaltsverzeichnis
Auf einen Blick

Werbung im Umfeld von Kindern und Jugendlichen braucht Regeln. Entscheidend sind drei Dinge: Ihre Einrichtung legt fest, welche Branchen ausgeschlossen sind, Umfang und Ort der Fläche stehen vorher fest, und die pädagogische Arbeit bleibt unberührt.

Wer in der Kinder- und Jugendarbeit tätig ist, denkt bei Werbung zuerst an mögliche Einwände. Was sagen die Eltern. Was sagt der Träger. Und lässt sich das mit dem eigenen Auftrag vereinbaren. Diese Fragen sollten am Anfang stehen, nicht am Ende.

Worum es tatsächlich geht

Bei einem Förderprogramm geht es nicht um Werbebotschaften, die sich an Kinder richten. Es geht um die Nennung von Unternehmen aus der Umgebung auf einer klar begrenzten Fläche. In der Praxis sind das Name und Logo auf einem Fahrzeug oder an einem Spielgerät. Es gibt keine Werbespots, keine Produktproben und keinen Zugriff auf Ihre Räume oder Ihre Gruppen.

Wer entscheidet, wer dabei sein darf

Diese Entscheidung liegt bei Ihnen. Bevor wir Unternehmen ansprechen, klären wir mit Ihrem Haus, welche Branchen ausgeschlossen sind. Häufig genannt werden etwa Alkohol, Tabak, Glücksspiel oder Waffen. Manche Einrichtungen nehmen weitere Bereiche dazu, die zu ihrem Profil nicht passen. Diese Liste gilt, und sie gilt vorher.

Eine Werbefläche ist verhandelbar. Der Auftrag Ihrer Einrichtung ist es nicht.

Maß und Ort

Sinnvoll ist, den Umfang schriftlich festzuhalten, bevor etwas angebracht wird: welche Fläche, in welcher Größe, an welcher Stelle, für welchen Zeitraum. So bleibt nachvollziehbar, was vereinbart wurde, und niemand steht später vor einer Überraschung.

Gute Praxis ist außerdem, die Flächen dort zu platzieren, wo sie sachlich hingehören. Auf der Außenseite eines Fahrzeugs ist ein Firmenname üblich und wird von niemandem als Eingriff empfunden. In einem Gruppenraum sieht das anders aus.

Junge Menschen mitreden lassen

In vielen Häusern gehört Beteiligung zum Alltag. Es spricht viel dafür, das auch hier zu tun. Wenn Jugendliche mitbekommen, warum ein Unternehmen auf dem Bus steht und was die Einrichtung dadurch bekommen hat, entsteht Verständnis statt Misstrauen. Der Zusammenhang zwischen Unterstützung und Gegenleistung lässt sich gut erklären, und er ist eine brauchbare Lektion über das, was Wirtschaft und Gemeinwesen miteinander zu tun haben.

Offen darüber sprechen

Wer Eltern und Gremien von sich aus informiert, nimmt der Sache die Brisanz. Eine kurze Erläuterung, wer beteiligt ist, was finanziert wurde und welche Regeln gelten, reicht meist aus. Schwierig wird es fast immer dann, wenn Beteiligte es zufällig erfahren.

Nächste Schritte

Wenn Sie überlegen, ob ein Förderprogramm zu Ihrem Haus passt, sprechen wir gern zuerst über die Regeln und erst danach über Produkte. Melden Sie sich über das Kontaktformular.

Häufige Fragen

Dürfen wir bestimmte Branchen ausschließen?

Ja. Welche Unternehmen für Ihr Haus nicht in Frage kommen, legen Sie fest, bevor jemand angesprochen wird.

Wird die Werbung an Kinder gerichtet?

Nein. Es geht um die Nennung von Unternehmen aus der Region auf einer festgelegten Fläche, nicht um Werbebotschaften an Kinder und Jugendliche.