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Feuerwehren stehen doppelt unter Druck: Sie müssen Nachwuchs gewinnen und gleichzeitig Präventionsarbeit leisten. Mobile Angebote lösen beides in einem Termin — vorausgesetzt, jemand kümmert sich um Einsatzplanung und Betreuung.
Der Einsatz der Feuerwehr beschränkt sich längst nicht mehr auf den Notfall. Prävention, Jugendarbeit, Brandschutzerziehung, Öffentlichkeitsarbeit — das alles gehört heute dazu, und alles geschieht überwiegend ehrenamtlich, in der Freizeit. Wo die Wehr nicht sichtbar ist, kommt auch kein Nachwuchs.
Warum Nachwuchsarbeit früh anfängt
Von den Jugendlichen, die in einer Jugendfeuerwehr ausgebildet werden, bleibt erfahrungsgemäß nur ein kleiner Teil dauerhaft bei der Wehr. Wer am Ende Einsatzkräfte haben will, muss deshalb viele erreichen — und zwar früh, bevor andere Freizeitangebote die Zeit füllen.
Genau hier wirken mobile Angebote. Ein auffälliges Gerät zieht Kinder an, und wo Kinder sind, kommen Eltern ins Gespräch. Aus einem Nachmittag auf dem Dorffest wird so ein Kontakt, den keine Anzeige herstellt.
Was es gibt
- Rauchhaus: ein Miniaturhaus über mehrere Etagen mit Rauchgeneratoren und einzeln schaltbaren Meldern. Zeigt anschaulich, wie sich Rauch ausbreitet und warum ein Melder rettet.
- Spritzwand: Kinder üben spielerisch den Umgang mit dem Löschschlauch. Kompakt, mit eigenem Wasserbehälter und Akku, in wenigen Minuten aufgebaut.
- Brandschutzkoffer: ein Set für Kita und Schule mit Notruf-Demoanlage, Experimenten und Medien. Funktioniert auch ohne Einsatzfahrzeug im Klassenraum.
- Brandsimulatoren: für die Ausbildung Erwachsener, mit Gas oder als virtuelle Variante ohne Feuer und Wasser.
- Hüpfburg im Feuerwehr-Motiv: kein Lehrmittel, aber das, was die Kinder überhaupt erst an den Stand bringt.
Die Kombination macht es
Erfahrungsberichte aus Wehren, die beides einsetzen, laufen auf denselben Punkt hinaus: Das Spielgerät bringt die Kinder, das Lehrmittel macht etwas daraus. Wer nur die Hüpfburg aufbaut, hat einen netten Nachmittag. Wer daneben das Rauchhaus stellt und zehn Minuten erklärt, hat Brandschutzerziehung betrieben — und die Eltern haben zugehört.
Was der Betrieb kostet
Nicht in Geld, aber in Zeit. Die Geräte müssen transportiert, aufgebaut, betreut und gewartet werden. Im Sommer häufen sich die Termine. Eine feste Zuständigkeit für die Einsatzplanung ist deshalb kein Luxus, sondern die Voraussetzung dafür, dass es nicht an einer Person hängenbleibt.
Nächste Schritte
Ihre Wehr oder Ihre Einrichtung überlegt, ein solches Angebot aufzubauen? Schreiben Sie uns über das Kontaktformular, was Ihnen vorschwebt.
Häufige Fragen
Ab welchem Alter ist Brandschutzerziehung sinnvoll?
Die gängigen Materialien sind auf Kita- und Grundschulalter ausgelegt. Für Jugendliche eignen sich eher praktische Übungsgeräte als Erzählformate.
Wer darf Brandschutzerziehung durchführen?
Das regeln die Landesfeuerwehrverbände unterschiedlich. Ihre Kreis- oder Stadtfeuerwehr sagt Ihnen, welche Qualifikation in Ihrem Bundesland vorausgesetzt wird.
Kann eine Einrichtung ohne Feuerwehr solche Geräte nutzen?
Für Schulen und Kitas gibt es Materialien, die ohne Einsatzkräfte funktionieren. Die Übungsgeräte mit echtem Feuer bleiben der Feuerwehr vorbehalten.
